Der Sachsenwall im Harz

Der Sachsenwall im Harz

Der Sachsenwall ist eine Rarität aus längst vergessenen Zeiten. Einige Fragmente ziehen sich bis heute noch über den Hexentanzplatz bei Thale. Der Sachsenwall ist heute über 1500 Jahre alt, dennoch erinnern einige Überreste an den zwischen 750 und 450 vor Chr. errichtete Gemäuer. Er verläuft über den Hexentanzplatz vom Steinbachtal bis zum Rand des Bodetals. Der Sachsenwall ist eine Trockenmauer, welche aus Granitsteinen erbaut wurde. Vermutlich wurde er einst von einem germanischen Stamm aus Sachsen errichtet. Der Sachsenwall war früher Teil einer Befestigungsanlage der Homburg. Diese frühere germanische Burganlage befand sich auf dem Hexentanzplatz in der Nähe des heutigen Harzer Bergtheaters. Die Sachsen nutzten die Burg als Rückzugsort in brenzligen und gefährlichen Situationen. Zudem wurde sie weit nach der Christianisierung als Ort der Gottesanbetung und -verherung genutzt.

Heutzutage sind nur noch einige Reste der Mauer sichtbar und erinnern an die über tausend Jahre alte Befestigungsanlage. Der Sachsenwall ist an einigen Stellen mit Moos bewachsen und nur noch schwer zugänglich. Dennoch kann man einen Blick auf den historischen Sachsenwall werfen, sobald man sich auf dem Hexenplatz aufhält.

Der Sachsenwall – Eine germanische Rarität

Der Sachsenwall diente früher als Befestigungsanlage für die Homburg. In dieser versteckten sich die Sachsen vor gefährlichen Feinden und Angreifern. Heute erinnert die Mauer, die aus schweren und massiven Granitsteinen errichtet wurde, immer noch an die frühere Epoche. Heute messen die Überreste des Sachsenwalls eine Länge von 150 Metern und eine Breite von vier Metern. Der in die Jahre gekommene und ungleichabgenutzte Sachsenwall erreicht heute noch eine Höhe von zwei Metern am höchsten Punkt.

Früher wurde der Sachsenwall auch als „Teufelsmauer“ und „Heidenwall“ betitelt. In der Nähe der Befestigungsmauer wurden von Forschern allerhand frühgeschichtliche Gegenstände gefunden, die auf die frühere Zeit hindeuten. Es wurde beispielsweise eine bronzene Keule oder ein Granitstein mit altgermanischen Zeichen gefunden. Der große Granitstein wurde zum Zeitpunkt der Bauarbeiten für die Walpurgishalle gefunden. In dieser verweilt er heute noch und kann von Besuchern besichtigt werden. Der Stein wurde unmittelbar am Sachsenwall gefunden und weist eingeritzte altgermanische Symbole auf.

In Ihrem Urlaub im Harz sollte der Hexentanzplatz mit der Walpurgishalle, dem Bergtheater und dem Sachsenwall ganz oben auf Ihrer Liste stehen. Jeder dieser Orte erinnert an die früheren Zeiten und weißt mystische sowie historische Geschichten auf. Spannend und interessant wird es allemal.

Der Weg zum Sachsenwall

Sie können den Hexentanzplatz mit der Walpurgishalle und dem Sachsenwall aus verschiedenen Richtungen erreichen. Sicher ist jedoch, dass vielfältige Attraktionen auf Sie warten.

Zum einen können Sie das große Gelände, um den Hexentanzplatz, ganz bequem mit dem eigenen Auto erreichen. Ein großer Parkplatz wartet auf Sie und die Besichtigungen können ohne Umwege losgehen. Eine weitere aber deutlich eindrucksvollere Variante ist die Fahrt mit der Kabinen-Seilbahn. Sie haben einen atemberaubenden Blick auf den Berg und die umliegende Umgebung. Unter Ihnen verweilt das Bodetal und Sie können zudem einen Blick auf den Rosstrappenfelsen erhaschen. Die Überfahrt mit dem beeindruckenden Panorama dauert circa acht bis zehn Minuten.

Sie können den Sachsenwall allerdings auch auf die aktive Art und Weise erreichen, indem Sie zum Hexentanzplatz wandern. Sie starten am Fuße des Bodetals und erreichen den Berg nach einer spannenden und anspruchsvollen Wanderstrecke. Sie sollten eine gute Kondition mitbringen, denn der Fußweg ist sehr steil und führt Sie über viele Serpentinen. Sobald Sie Oben angekommen sind, können die Besichtigungen losgehen. Es wartet der tolle Ausblick des Hexentanzplatzes, das Harzer Bergtheater, die Walpurgishalle und der Sachsenwall auf Sie.